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Die 5 häufigsten Fehler beim Einsetzen von Tape-In Extensions

Was im Salon-Alltag wirklich schiefgeht und wie du es vermeidest. Praxiswissen von Farbmatching bis Platzierung – für langlebige Ergebnisse.

Die 5 häufigsten Fehler beim Einsetzen von Tape-In Extensions

Tape-In Extensions sind technisch gesehen die einfachste Methode – das täuscht. Gerade weil sie so schnell angebracht sind, schleichen sich Fehler ein, die das Ergebnis kosten. Diese 5 Fehler siehst du im Salon-Alltag am häufigsten.

1. Ansatz zu dicht gelegt

Der erste Tape-Streifen gehört mindestens 1,5 cm unter den Haaransatz. Wer höher ansetzt, produziert drei Probleme:

  • Sichtbare Klebestreifen beim Zopf tragen
  • Zug auf die empfindlichen Ansatzhaare (Haarbruch)
  • Unnatürlicher Übergang

Tipp: Ziehe die Trennlinie von Ohr zu Ohr, finde den Rundkopf-Scheitel und setze dort die erste Reihe. Niemals an der Stirn oder in der Nacken-Kante ansetzen.

2. Strähnen zu dick oder zu dünn

Zu dicke Strähnen: Die Tapes halten nicht gleichmäßig, es entstehen Lücken oder Knoten.

Zu dünne Strähnen: Die Eigenhaare werden überlastet, reißen unter dem Gewicht der Extensions.

Richtwert: Eine Eigenhaar-Strähne sollte die gleiche Dichte wie die Tape-Strähne haben. Wenn du die Eigenhaar-Sträne zwischen die Finger nimmst und sie flach ausbreitest, muss sie die Breite des Tapes abdecken – aber nicht mehr.

3. Platzierung ignoriert Kopfform

Extensions werden nicht linear eingesetzt, sondern der Kopfform folgend. An der Seite darf die Tape-Reihe nicht bis zum Ohr gehen – die Kundin sieht sonst beim Hochstecken Klebestellen.

Unsichtbare Zonen für Tapes:

  • Unterhalb der Kronen-Linie
  • Mindestens 2 cm vom Ohr entfernt
  • Nicht direkt über der Stirn

4. Kein Color Blending

Selbst mit exaktem Farbmatching kann das Ergebnis gestreift wirken, wenn alle Extensions in einer Nuance gesetzt werden. Mische mindestens zwei Töne – einen Hauptton (70 %) und einen Akzentton (30 %). Das Ergebnis wirkt dreidimensional.

5. Kundin nicht richtig vorbereitet

Die meisten „Probleme" mit Tape-Ins entstehen nicht im Salon, sondern zuhause. Wenn die Kundin nicht weiß:

  • dass sie keine ölhaltigen Produkte am Ansatz verwenden darf
  • dass sie flach schlafen soll (oder mit geflochtenem Zopf)
  • dass erst nach 48 Stunden gewaschen werden darf

…dann rutschen die Tapes nach einer Woche – und du bekommst die Reklamation.

Lösung: Schriftliche Pflegeanleitung bei jedem Termin. Kostenlos, gedruckt, in die Hand der Kundin. So reduzierst du Reklamationen um schätzungsweise 50 %.

Zusammenfassung

Fehler Folge Lösung
Ansatz zu dicht Sichtbar, Haarbruch 1,5 cm Abstand
Falsche Strähnendicke Schlechter Halt 1:1 Ratio
Linear gesetzt Unnatürlich Kopfform folgen
Kein Blending Streifig 70/30 Mischung
Kundin unvorbereitet Reklamationen Pflegeanleitung

Richtiges Material hilft

Viele dieser Fehler lassen sich mit schlechtem Material kaum vermeiden. Dünne, ungleichmäßig beschichtete Tapes halten selbst bei sauberer Technik nicht. Deshalb: Qualität geht vor Preis. Wir zeigen dir beim Liefertermin den Unterschied direkt am Modell.

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